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Tiger Rag

Komposition: Nick La Rocca (1917)

 

Nick la Rocca (1889 - 1962) war der Kornettist der berühmten Original Dixieland Jass Band (ODJB). 

Die 'Original Dixieland Jass Band' änderte den Namen später in 'Original Dixieland Jazz Band', weil Jungen auf einem Plakat das J von Jass ausgelöscht hatten... (nach dem Buch Jazz von Ken Burns).

Viele Fachleute sind sich auch noch heute nicht einig, wie wichtig der Anteil der weissen Musiker an der Entwicklung des Jazz ist. Klar aber ist, dass dies eher ein Problem der Spezialisten und weniger ein Problem der Musiker ist.  Der schwarze Schlagzeuger  Paul Barbarin sagte jedenfalls: "Man soll nicht glauben, wir hätten damals nicht auch eine Menge hervorragender weisser Jazzer gehabt. Die gab es sehr wohl, und sie spielten grossartig. Aber es herrschte immer eine ehrliche musikalische Rivalität."

 

Der "Tiger Rag" ist eine der populärsten Nummern im alten Jazz. Ob die Komposition wirklich von Nick La Rocca stammt, ist nicht ganz sicher - Jelly Roll Morton jedenfalls behauptet, er habe den Titel komponiert. Eine weitere Geschichte sagt, dass der Song auf den Harmonien einer französischen Quadrille basiere... se non è vero, è ben trovato.

 

Der Titel wurde von unzähligen Old-Time-Bands eingespielt - aber es gibt auch modernere Aufnahmen: Sogar der grosse Charlie Parker, einer der Schöpfer des Bebop, hat ihn einmal eingespielt!

 

Eine anderes interessantes Detail ist dies: In der Nazi-Zeit war in Deutschland der Jazz bekanntlich als "entartete Kunst" verboten. Viele Bands spielten aber trotzdem eine jazz-ähnliche Musik... und besonders gerne auch den "Tiger Rag". Um aber seine Herkunft aus der Welt des Jazz zu verstecken, spielte man den Titel unter dem Namen "Schwarzer Panther".

Nick La Rocca.

 

Die Original Dixieland Jass Band war eine der ersten weissen Bands im alten Jazz und hat die Entwicklung des Dixieland massgeblich beeinflusst. Ein interessantes - und pikantes - Detail ist die Tatsache, dass die ODJB die erste Jazzband war, die eine Platte herausgab: Im Februar 1917 erschien die Scheibe mit den beiden Titeln "Livery Stable Blues" und "Dixieland Jass Band One Step".

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"Ragtime, das ist durchgehende Synkopierung, und wer ihm zum Opfer fällt, kann meiner Meinung nach nur noch wie ein tollwütiger Hund behandelt werden, nämlich mit einer Ladung Blei.

 

Ob der Ragtime nur eine vorübergehende Phase unserer dekadenten Kultur darstellt oder eine ansteckende, langwierige Krankheit, wie die Lepra, wird sich erst im Lauf der Zeit herausstellen."

 

Der Herausgeber eines Musik-Magazins in den 20er-Jahren, zitiert von Ken Bunrs