Old Man River Jazzband: We play jazz for the pleasure of our audiance - and for our own pleasure!

 

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Nobody Knows You when You're Down and Out

Komposition und Text: Jimmie Cox (1923)

 

Der Titel wurde berühmt durch die Aufnahme von Bessie Smith aus dem Jahr 1929, zusammen mit dem grossen Hernry 'Red' Allen am Kornett. Bessie Smith, die wohl grösste aller schwarzen Blues-Sängerin, lebte von 1894 bis 1937.

 

Dreimal Bessie Smith, die grosse Bluessängerin.

Sie begann ihre Karriere in der Rabbit Foot Minstrel Show, trat dann in Cabarets und Honky Tonks auf und tourte mit einer Broadway-Show. 1926 bis 1930 waren ihre erfolgreichsten Jahre, sie hatte eine eigene Show und zog damit kreuz und quer durch die USA. Doch bald kam schon der Abstieg: Alkoholprobleme und die Wirtschaftskrise setzten ihr zu.

 

Besonders tragisch - aber typisch für die damalige Zeit - ist die Art, wie sie starb: Auf der Fahrt zu einem Auftritt in einer Revue erlitt sie einen Autounfall,  wurde aber als Schwarze in einem weissen Spital nicht aufgenommen. Als man endlich ein Spital fand, das die Musiker behandeln wollte, war es bereits zu spät.

Nobody Knows You When You're Down And Out

 

Transkription Werner Eichenberger nach der Platte "La Vern Baker sings Bessie Smith" (Atlantic)

 

Once I lived the life of a millionaire

Spending my money, I didn't care.

I take my friends out for the time,

Buyin‘ bootlegged*) liquor, champagne and wine.

 

When I began to fall so long,

I didn’t have a friend and no place to go.

So if I ever get my hands on a dollar again

I'm goin‘ to hold on to it, till the eagle wins.

 

Nobody wants you

When you're down an‘ out.

In my pocket not one penny,

And my friends, ah, I haven't any.

 

But if I ever get back on my feet again,

When I meet my long lost friends.

It’s mighty strange, yes, with that dollar:

Nobody knows you, when you're down an‘ out

Oh, when you, when you're down an‘ out.

...

 

Uuhh, when you’re down an‘ out

Uuhh, not one penny.

And my friends, I haven’t any.

Uuhh,  I felt so low.

Nobody wants me around their door.

Uuhh, yeah without a doubt:

Oh, no man can use you, when you’re down an‘ out,

I mean, when you’re down an’out.

 

*) bootleg = to make, carry or sell alcoholic drink illegally (nach Longman’s Dictionary of Contemporary English).

 

Der Begriff "bootlegging" bezeichnete ursprünglich das unerlaubte Schwarzbrennen von Alkoholika während den Prohibitionsjahren in den USA; heute steht "Bootleg" für Raubkopie oder Schwarzpressung von Schallplatten, CD und Kassetten, für den heimlichen Mitschnitt von Live-Konzerten oder die Verbreitung von Alternativ-Versionen bei Musikaufnahmen, die vom Künstler nicht für die Veröffentlichung freigegeben wurden.

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"Es war ein ungeheuerliches Erlebnis, Bessie Smith zu beobachten. Sie war eine recht grosse Frau, und sie konnte Blues singen. Und immer hörte man bei ihr eine gute Portion Kirche heraus.

 

Sie beherrschte die Bühne. Man wandte den Kopf nicht nach links und nicht nach rechts, wenn sie auftrat. Man sah nur Bessie an. Sie warf dich einfach um. Schon der Name war genug." 

 

Danny Barker, Banjist, zitiert nach dem Buch 'Jazz erzählt: Von New Orleans bis West Coast' von Nat Shapiro und Nat Hentoff